Willkommen

 

Willkommen auf meinem Blog – ich bin Antje

Schön, dass du hier bist.

Ich bin Antje, Yogalehrerin aus Niefern. und dieser Blog ist mein Raum, um mit dir zu teilen, was mich bewegt: Yoga, Körperwissen, und die vielen kleinen und großen Übergänge, die das Leben mit sich bringt.

Wie alles anfing

Yoga war für mich nie nur Sport. Meine forderndste Zeit lag schon vor den Wechseljahren: Ich wurde Mutter, während mein Körper gleichzeitig mit wieder stark mit Morbus Crohn kämpfte. Und ich trug ein schwieriges, oft schmerzhaftes Verhältnis zu meiner Mutter mit mir, die alkoholkrank war.

Yoga wurde für mich zu dem einen Ort, an dem ich für ein paar Atemzüge nicht Mutter, nicht Patientin, nicht Tochter einer kranken Mutter sein musste, sondern einfach nur ich. Meine Yogamatte wurde zu meiner kleinen Insel der Glückseligkeit. 

Später kamen die Wechseljahre als weiteres Kapitel dazu und haben meinen Blick auf meinen Körper nochmal grundlegend verändert. Was ich durch all diese Jahre gelernt habe, wollte ich nicht für mich behalten. Also habe ich mich weitergebildet, und aus meiner eigenen Erfahrung ist mit der Zeit mein Beruf (ung) geworden.

Heute unterrichte ich mit ganzem Herzen:

Vinyasa Yoga – fließende Bewegung, Atem und Kraft für alle, die sich in Bewegung neu spüren möchten.

Männeryoga – ein Raum, in dem Kraft und Weichheit kein Widerspruch sind. Viele Männer erleben bei mir zum ersten Mal, dass Yoga auch fordern darf, ohne dabei den Zugang zu den eigenen Gefühlen zu verlieren.

Hormonyoga – speziell für Frauen ab 35 in ihrer hormonellen Veränderung. Ein Yoga, das genau da ansetzt, wo viele Frauen sich allein gelassen fühlen.

Kinderyoga – weil ich glaube, dass Kinder früh lernen dürfen, in sich selbst zu Hause zu sein.

Seniorenyoga auf dem Stuhl – für alle, die zeigen, dass Beweglichkeit und Lebensfreude kein Alter kennen, und darüber hinaus die Gemeinschaft sehr pflegen & lieben.

Und weil mir die Weitergabe von Wissen genauso am Herzen liegt wie das Unterrichten selbst, biete ich außerdem Ausbildungen für angehende Kinderyogalehrer:innen an, für alle, die diese wunderbare Arbeit selbst in die Welt tragen möchten.

 

Was du hier auf dem Blog findest

Ich möchte dir hier ehrlich begegnen, mit Wissen, das ich mir angeeignet habe, mit Erfahrungen aus meinen Stunden und mit dem, was mich als Frau, Mutter und Lehrerin gerade beschäftigt. Du wirst hier lesen über:

  • Hormone, Körperwissen und was Yoga damit zu tun hat
  • Yogaphilosophie 
  • Ayurveda und ätherische Öle als Begleiter durch verschiedene Lebensphasen
  • Einblicke aus meinem Unterricht, für Kinder, für Männer, für Erwachsene, für Menschen im dritten Lebensabschnitt
  • Tipps und Erfahrungen für alle, die selbst Kinderyogalehrer:in werden möchten
  • Und immer wieder: ehrliche Gedanken, ohne Klischees, von Mensch zu Mensch

Was mir dabei besonders wichtig ist

Ich bin keine Freundin von unbelegten Versprechen. Was ich dir hier erzähle, ist entweder mein eigenes gelebtes Wissen oder gut recherchiert, und wenn etwas wissenschaftlich umstritten ist, sage ich dir das auch so.

Komm, wie du bist

Egal, ob du gerade erst mit Yoga beginnst, mitten in einer hormonellen Veränderung steckst, dich für eine Kinderyoga-Ausbildung interessierst oder einfach neugierig bist, was hier passiert, du bist willkommen. Schau dich um, lies dich fest, und wenn du magst: schreib mir. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.

Bis bald auf der Matte oder hier im Blog, deine Antje 

 

 


13.07.2026


Warum ich Yoga unterrichte

Diese Frage stelle ich mir selbst immer wieder, nicht, weil ich zweifle, sondern weil die Antwort mit den Jahren tiefer geworden ist.

Der Anfang war ganz persönlich

Ich habe nicht erst in den Wechseljahren mit Yoga angefangen – die forderndste Zeit meines Lebens lag davor. Ich wurde Mutter zweier wundervollen Kinder, mein erstes Kind schützt uns aus dem Himmel. Mein Körper kämpfte zu dieser Zeit wieder stark mit Morbus Crohn, der mich seit meinem 20. Lebensjahr begleitet. Und ich trug ein schwieriges, oft schmerzhaftes Verhältnis zu meiner Mutter mit mir, die alkoholkrank war. Alles im Allen war mein emotionaler Zustand mehr als am Ende.

Es war keine Zeit, in der ich mir Raum für mich selbst genommen habe, ich habe funktioniert, mein Kind gestillt, gehegt und gepflegt, während ich mit Dauerdurchfällen oder Koliken kämpfte. 

Yoga wurde für mich zu dem einen Ort, an dem ich für ein paar Atemzüge nicht Mutter, nicht Patientin, nicht Tochter einer kranken Mutter sein musste, sondern einfach nur ich. Meine Yogamatte wurde zu meiner kleinen Insel der Glückseligkeit, ein Stückchen Plastik, auf dem für ein paar Atemzüge nichts anderes zählte als ich, mein Körper und mein Atem.

Später kamen die Wechseljahre als weiteres Kapitel dazu, mit eigenen Herausforderungen. Aber der eigentliche Anfang war früher, mitten in einer Zeit, die mich bis an meine Grenzen gebracht hat. Und irgendwann wurde aus "Das hilft mir" ein "Das möchte ich weitergeben."

Es geht mir nicht um die perfekte Haltung

Ich unterrichte nicht, damit jemand eine Asana perfekt hinbekommt. Mich interessiert etwas anderes: der Moment, in dem jemand auf der Matte merkt, dass er oder sie gerade nichts leisten muss. Dass Atmen reicht. Dass Ankommen reicht.

Mich interessiert, was während einer Haltung wirklich passiert. Wie sich der Atem in den Rippenbögen weitet. Wie ein Bein zu zittern beginnt und man lernt, genau in diesem Zittern zu bleiben, statt aufzugeben. Wie sich Anspannung in den Schultern löst, die man vorher gar nicht bemerkt hat. Der Körper erzählt in jeder Haltung eine kleine Geschichte, und ich möchte, dass meine Schüler:innen lernen, ihr zuzuhören.

Genauso wichtig ist mir, was emotional bleibt. Manchmal ist es Stolz, weil eine Haltung heute leichter fiel als letzte Woche. Manchmal sind es Tränen, weil eine Öffnung im Körper auch etwas im Inneren gelöst hat. Manchmal ist es einfach nur Ruhe, zum ersten Mal an diesem Tag.

Und am meisten freut es mich, wenn dieses Gefühl über die Matte hinausreicht. Wenn jemand mit in den Alltag nimmt: Ich darf auch mal langsamer sein. Ich darf spüren, bevor ich funktioniere. Ich darf mir selbst mit der gleichen Geduld begegnen, mit der ich in einer Yogastunde eine schwierige Haltung halte.

Das erlebe ich in jeder Altersgruppe, die ich unterrichte, anders, und genau das macht meine Arbeit so reich:

Bei den Kindern ist es das Strahlen, wenn sie merken, ihr Körper kann Dinge, die sie sich nicht zugetraut haben.

Bei Frauen in den Wechseljahren ist es oft eine Träne, wenn sie zum ersten Mal jemandem begegnen, der sagt: "Das, was du gerade erlebst, ist real. Du bildest dir das nicht ein."

Bei Männern, die zu mir kommen, ist es häufig die Überraschung, dass Yoga auch Kraft sein darf, kein "nur Dehnen", sondern echte Arbeit mit dem eigenen Körper.

Bei meinen Seniorinnen und Senioren auf dem Stuhl ist es die Freude, wenn jemand merkt: Beweglichkeit hört nicht mit 75 auf.

Warum ich dabei so ehrlich bin, wie ich bin

Ich habe keine Lust, dir etwas zu versprechen, das ich nicht halten kann. Yoga ist kein Wundermittel. Aber es ist ein Werkzeug, für den Körper, für den Kopf, für sie Seele manchmal alles gleichzeitig. Wenn ich über Hormone, Ayurveda oder ätherische Öle spreche, sage ich dir auch, wo die Wissenschaft eindeutig ist und wo sie es (noch) nicht ist. Das ist mir wichtiger, als dir nach dem Mund zu reden.

Der eigentliche Grund

Wenn ich ehrlich bin, unterrichte ich, weil ich gesehen habe, was es mit Menschen macht, wenn sie einen Raum bekommen, in dem sie nichts sein müssen, außer sie selbst. Ich möchte dieser Raum sein. Für das Kind, das einfach nur spüren darf, wer es ist, alles andere kommt von allein. Für die Frau, die sich in ihrem Körper neu zurechtfinden muss. Für den Mann, der zum ersten Mal spürt, dass Stärke auch weich sein kann. Für die Seniorin, die beweist, dass es nie zu spät ist.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sich Erschöpfung anfühlt, wenn man selbst gerade keine Kraft mehr für sich hat. Und ich weiß, was es bedeutet, wenn einem jemand genau in so einer Zeit einen Raum schenkt. Das möchte ich weitergeben.

Deine Antje